Medizinhistorisches Museum am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

Medizinhistorisches Museum Hamburg

Das größte Ausstellungsexponat des neuen Medizinhistorischen Museums in Hamburg ist der historische Sektionssaal des Museums. Bis zum Jahr 2006 wurden hier die Körper der Verstorbenen geöffnet, um die Ursachen ihres Todes zu untersuchen und zu überprüfen. Dabei war helles Licht für die pathologischen Untersuchungen unabdingbar. Als der Sektionssaal des Museums 1911 geplant wurde, war es technisch nicht möglich, durch eine elektrische Beleuchtung ein so helles Licht zu erzeugen, wie durch Tageslicht. Deshalb wurde der Saal mit einem Glasdach und zahlreichen großen Seitenfenstern versehen.

Die intensive Helligkeit des Raumes führt, in Verbindung mit der Stille des Ortes, – heute wird der Saal ausschließlich museal genutzt – unweigerlich zu einer Auseinandersetzung mit der eigenen Vergänglichkeit, mit den Zeitphänomenen „Vergangenheit“, „Gegenwart“ und „Zukunft“.

In einem denkmalgeschützten Bau des berühmten Architekten Fritz Schumacher befindet sich der Sektionssaal, hier entsteht das Medizinhistorische Museum am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE). Durch den Einsatz des Freundes- und Förderkreises des UKE, sowie durch Mithilfe des Denkmalschutzamtes Hamburg und zahlreicher Sponsoren konnte der historische Sektionssaal der Pathologie 2009/2010 aufwändig restauriert werden. Es gibt in der Bundesrepublik keinen vergleichbaren historischen Sektionssaal, der für die Öffentlichkeit zugänglich ist.

Dauerausstellung und Museumspädagogik (Führungen, Workshops etc.) befinden sich im Aufbau und werden dann umfangreicher voraussichtlich ab 2012 für die Öffentlichkeit zur Verfügung stehen.

Das zukünftige Hamburger Medizinhistorische Museum will die Repräsentation von historischen und kulturellen Aspekten der Medizin in Vergangenheit und Gegenwart in seinen Ausstellungen umsetzen. Verantwortlich für Konzeption, Planung, Organisation, Aufbau und Durchführung der Ausstellungen ist das Universitätsinstitut für Geschichte und Ethik der Medizin am UKE. Das Forschunginstitut steht als Bindeglied zwischen Klinik, Medizinischer Fakultät, Studierenden und den Besucherinnen und Besuchern des Museums. Es bürgt für die wissenschaftliche Qualität des Museums, dessen Tätigkeitsfelder sich, neben der Vermittlung von Wissen durch Ausstellungen und Veranstaltungen an eine breite Öffentlichkeit, in die Bereiche Sammeln, Forschen und Bewahren gliedert.

Konzeptionell soll das Museum fester Bestandteil einer am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf entstehenden Akademie für Gesundheit werden, die Aspekte der Vorbeugung und Wissen über den Körper und seine Funktionen einem interessierten Publikum in Form von Kursen und Vorlesungen präsentieren will.

Die Sammlung des Medizinhistorischen Museums enthält eine Vielzahl von dinglichen Zeugnissen der Medizingeschichte. Auch eine ganze Reihe wertvoller und einzigartiger Forschungssammlungen aus dem Bereich der Medizin befinden sich in der Obhut des Museums und zahlreiche medizinische Schaumodelle und Lehrmaterialien der Vergangenheit gehören ebenfalls zum Bestand.

Adresse:
Medizinhistorisches Museum am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Martinistr. 52
Eingang Frickestr./Ecke Schedestr.
20246 Hamburg

Telefon: 040 / 7410 52140
Fax: 040 / 7410 -52462
E-Mail: azare@uke.de (Kuratorin Antje Zare)

Öffnungszeiten
Di, Do, Fr, So 10-17 Uhr

Mi und Sa 10-19 Uhr

Montag geschlossen

Sonderausstellung: „Vom Tatort ins Labor – Rechtsmediziner decken auf“ noch bis 20. April 2012

 Zur Website des Medizinhistorischen Museums

Exponate

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