Exponat der Woche

Die erste deutsche Anti-Baby-Pille

Anovlar - Exponat des Deutschen Museums

In diesem Jahr feiert die Pille einen runden Geburtstag: Am 1. Juni 1961 kam mit Anovlar das erste hormonale Verhütungsmittel in Deutschland auf den Markt.

Eine Packung des verschreibungspflichtigen Medikaments, dessen Name soviel wie »kein Eisprung« bedeutet, kostete 8,60 DM, enthalten waren 20 Dragees mit einer wirksamen Kombination der Hormone Östrogen und Gestagen.

Anovlar basierte auf Untersuchungen des belgischen Gynäkologen Ferdinand Peeters (1918-1998), der mit Unterstützung der Pharmafirma Schering AG nach einem Mittel zur Empfängnisverhütung suchte und schließlich mit einer Mischung aus 0,05 mg des Östrogens Ethinylestradiol und 4 mg des Gestagens Norethisteronacetat im Test an 50 Frauen einen Erfolg verzeichnen konnte.

Drei Jahre später wurde die erste Kalenderpackung mit 21 Tabletten eingeführt, die die Kontrolle der regelmäßigen Einnahme erheblich vereinfachte. Vor 1964 befand sich die Pille, die übrigens zu Beginn grün war, noch in einem normalen Aluminium-Blister.

1963 wurde auch in der DDR eine selbstentwickelte Antibabypille unter dem Namen Ovosiston produziert und ab 1965 sogar kostenlos verteilt.

Exponat des Deutschen Museums, München

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